9 Gründe, warum Hundehalter bei fragwürdigen Trainern landen – und wie du als Hundetrainerin mehr Sichtbarkeit aufbaust


9 Gründe, warum Hundehalter bei fragwürdigen Trainern landen – und wie du als Hundetrainerin mehr Sichtbarkeit aufbaust

 

Noch bevor das Training überhaupt greifen konnte, 
kommt diese eine Frage:

„Wann kann ich endlich mit den Leckerlis aufhören?“

Innerlich friert dir das Lächeln ein.
Du bleibst professionell.
Ruhig.

Aber in deinem Kopf läuft ein anderer Dialog:
Ist das wirklich das Einzige, das hängen geblieben ist?
War ich nicht klar genug?

Und während du überlegst, wie du es diesmal erklären sollst, meldet sich dieses Gefühl.

Diese Sorge.

Die Sorge, dass sie am Ende woanders landen.
Bei denen, die mit Methoden arbeiten, 
die wir längst hinter uns gelassen haben sollten.

Diese Frage nach den Leckerlis ist selten eine Frage über Futter. 
Sie verrät, welches Bild vom Umgang mit Hunden dein Kunde im Kopf hat.

Hundehalter kommen nicht als leeres Blatt zu dir.
Sie kommen mit Geschichten im Kopf.

Geschichten, die gemacht wurden:

  • über Jahrzehnte Hundetraining
  • über gesellschaftliche Erwartungen
  • über einen durchgetakteten Alltag und seine Vorschriften
  • über das, was „man halt alles so machen sollte“

Und vor allem:

  • über die Sichtbarkeit jener Trainer,
    die genau diese Bilder bedienen und weiterverbreiten.

Sie bestimmen die Bilder.
Die Gespräche.
Und am Ende auch den Markt.

Damit prägen sie auch den Umgang mit Hunden.

Zumindest solange, bis modernes Hundetraining an Sichtbarkeit gewinnt.

Sichtbarkeit formt Bilder.
Bilder formen Erwartungen.
Erwartungen steuern Entscheidungen.

Und damit sind wir bei der unbequemen Frage:

Warum ausgerechnet die so sichtbar sind, die so ganz anders arbeiten als du

Und wieder ein „Problemhund“, 
der angeblich geheilt wurde.

Ein bisschen an der Würgeleine rucken.
Ein bisschen Reizen aussetzen.
Ein bisschen „Handling“.

Ein Kick hier.
Ein Stupser da.
Verniedlichende Worte ändern nichts am Bild.

Er bräuchte nur „mehr Führung“, heißt es.
Dann würde er sich schon fügen.

Und ohne diese „Rehabilitation“ wäre er angeblich für immer im Tierheim gesessen oder gar getötet worden.

Du kennst dieses Bild.

Du siehst, was wirklich passiert:

Der Hund bekommt kaum Luft.
Er kann nicht weg.
Das Weiß in den Augen schreit Panik.
Sein ganzer Körper sagt: Zu viel.

Gearbeitet wird über Schmerz und Angst.

Über Bedrohung.
Über Flooding.
Und manchmal sogar über rohe Gewalt.

Aber für den unwissenden Hundehalter sieht die Szene völlig anders aus.

Da steht ein Hund, der „endlich eine Chance“ bekommt.
Da steht ein Trainer, der „mutig eingreift“.
Der „klar ist“.
Der „rettet“.

Und genau dafür bekommt er Applaus.

Unter dem unausgesprochenen Motto:
Der Zweck heiligt die Mittel.

Für Techniken, die längst in der Mottenkiste der Geschichte liegen sollten.

Während du daneben sitzt und dich fragst, 
warum Menschen genau das bejubeln.

Warum also rennen so viele zu denen, 
die laut, schnell und „klar“ wirken 
– statt zu dir, die fundiert, fair und langfristig denkt?

Die Antwort hat weniger mit Qualität zu tun, 
als wir alle gerne glauben.

Sie hat mit Wahrnehmung zu tun.
Mit Wirkung.
Mit Psychologie.

Sichtbarkeit folgt Regeln.

Wer sie nutzt, fällt auf 
– egal, wie er arbeitet.

Und genau hier geht es nicht um Training – sondern um Wahrnehmung.

Wenn du diese Regeln erkennst, verstehst du plötzlich,

  • warum manche Trainer wie Magneten wirken
  • warum fragwürdige Methoden so viel Aufmerksamkeit bekommen
  • und warum auch du sichtbar werden kannst, ohne deine Werte zu verraten
     
Abstraktes geometrisches Muster mit runden Formen in Blau-, Rot- und Gelbtönen

 

Neun Mechanismen sorgen dafür, 
dass fragwürdige Trainer oft sichtbarer sind als andere.

Neun Gründe, 
die erklären, warum sie wahrgenommen werden –
und warum genau darin deine Chance liegt.

Legen wir los.

Grund Nr. 1 für mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer: Das Versprechen

Odysseus stand am Bug seines Schiffes.
Der Himmel schwarz, das Meer unruhig – aber eines war klar:
Er würde heimkehren.

Er hatte es versprochen.
Seiner Frau.
Seinem Sohn.

Ein Versprechen, das eine Reise mit sich brachte: 
Die Odyssee.

Und genau hier beginnt unser Problem im modernen Hundetraining.

Denn während Odysseus mit einem einzigen Versprechen Männer durch Stürme führte, 
sehen wir heute eine ganz andere Art von „Führung“ – 
bei jenen Trainern, deren Methoden wir längst hinter uns lassen wollten.

Sie versprechen Ergebnisse.

Klar. 
Plakativ. 
Einfach.

„In zwei Tagen hört dein Hund auf zu ziehen.“

Fachlich fragwürdig.
Kommunikativ brillant.

Sie zeigen das Ziel.
Wir erklären den Weg.

Sie liefern ein Bild.
Wir liefern Fachvokabular.

Genau hier entscheidet sich oft, wer mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer bekommt – 
und wer im Erklären hängen bleibt.

Und dann passiert das:

Du sitzt über deiner Website, 
willst ehrlich sein, 
nichts versprechen, was du nicht halten kannst – und formulierst deshalb über 
„ein ausführliches Erstgespräch“, 
„individuelle Analysen“, 
„kleinschrittigen Aufbau“, 
„ein langfristig verbessertes Verständnis zwischen Mensch und Hund“, „einen liebevollen Umgang“.

Alles richtig.
Aber es klingt nach Arbeit.
Nach Aufwand.
Nach langem Weg.

Und nicht nach dem, 
was der Kunde eigentlich sucht.

Während andere Trainer den Satz sagen, den Hundehalter hören wollen:

„Danach funktioniert es.“
(gemeint ist leider oft: Der Hund funktioniert.)

Und weil dieser Gedanke sofort ein gutes Gefühl macht, bleiben Menschen dort hängen.

Was wir im bedürfnis- und belohnungsorientierten Hundetraining so gewissenhaft vermeiden,
ist eigentlich absurd.

Nämlich: 
Ein klares Versprechen.

Stell dir vor, dein Wasseranschluss ist kaputt.

Du rufst den Handwerker an.
Er sagt: „Ja … schwierig … kann funktionieren, 
kann auch nicht funktionieren.
Ob’s dann klappt, kann ich nicht sagen.“

Du würdest auflegen.

Denn niemand kauft Unsicherheit.

Wer holt sich einen Installateur (in Deutschland oft Klempner),
der nicht klar sagt, dass er das Problem beheben kann?

Und so klingen wir modernen Trainerinnen oft unbeabsichtigt:

„Es kommt drauf an.“
„Jeder Hund ist anders.“
„Ich kann nichts versprechen.“

Kommunikativ fatal.

Denn Menschen suchen nicht nach einem 5-Jahres-Plan.

Und selten nach einer wissenschaftlichen Ausarbeitung ihres Problems.
Sie suchen Erleichterung.
Ein Bild.
Ein Gefühl von Orientierung.

Wir dürfen diese Bilder geben.

Das Ziel formulieren – 
statt uns aus lauter Angst vor falschen Versprechen in einer endlosen Odyssee aus unbewussten Ausreden zu verlieren.

Die anderen versprechen zu viel.
Wir versprechen gar nichts.
Beides ist ein Problem.

Denn Kunden brauchen keine neue Lebensaufgabe (auch wenn manche Hunde genau das sind).
Keine Doktorarbeit.
Sie brauchen ein Ziel. Ein erreichbares. 

Es ist überhaupt nicht käuferfreundlich zu sagen:

„Ich arbeite nach modernen, wissenschaftlich fundierten Methoden.“

Denn so gewinnst du keine Kunden – 
du erzeugst Fragezeichen.

Wie wär’s mit einem konkreteren Bild:

„Du rufst – und dein Hund kommt.
Auch wenn ein anderer Hund da ist.“

Das ist ein Versprechen.
Ein ehrliches.
Ein realistisches.
Eines, das wirkt.

Der Punkt ist:
Sag nicht, was du tust.
Sag, was sich für deine Kunden verändert.

Versprechen bewegen Menschen.
Methoden erklären nur, wie man dorthin kommt.

Und noch was:
Menschen entscheiden im Bauch.
Und folgen Zielen. Nicht Methoden.

Und damit kommen wir zum nächsten Grund
zum stärksten Antrieb menschlicher Entscheidungen überhaupt.

Tageslicht fällt durch ein Fenster auf eine Zimmerpflanze in ruhiger Atmosphäre

Grund Nr. 2 für mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer: Die Emotion

Geifernd hängt er in der Leine.
Zähne sichtbar, Speichel fliegt.
Der Radfahrer flucht.
Das Hosenbein knapp verfehlt.

Gerade noch.

Ein Video in grauem Filter, düster eingefärbt.
Drama pur.

Und es funktioniert.

Früher nannte man das „Sex sells“ –
wenn Frauen in knappen Shorts neben Autos posierten, damit sich die Wagen besser verkauften.

Sexistisch?
Ja.
Aber der Mechanismus dahinter?

Unverändert.

Emotionen verkaufen.
Und sie verkaufen gut.

Ignorieren wir das, verkaufen wir schlechter.
Und rutschen in der Sichtbarkeit hinter all jene zurück, die verstanden haben, emotional aufzutreten.

Sichtbarkeit entsteht nicht durch Erklären, 
sondern durch Wirkung.

Genau deshalb funktionieren TV- und YouTube-Trainer so gut.
Wegen guter Dramaturgie – nicht wegen ihrer Trainingsqualität.

Und das Verrückte?
Es braucht nicht einmal ein Video.

Worte reichen.
Worte erzeugen Bilder.
Bilder erzeugen Gefühle - sekundenschnell.

Menschen entscheiden mit dem Bauch 
und rechtfertigen später mit dem Kopf.

Genau so entsteht die Wahl 
für oder gegen einen Hundetrainer.

Mehr ist es nicht.
Kein Hokuspokus.
Nur Psychologie.

Das ist kein Trick. Das ist menschlich.

Worum es wirklich geht:
Hundehalter brauchen das Gefühl:
„Das bekomme ich hin.“

Diesen Gedanken haben sie nur dann, 
wenn es einfach wirkt.

Niemand will es mühselig.
Kaum schaffbar.
Das ganze Leben umkrempeln.

Den Hund als neuen Full-Time-Job etablieren.
Kinder, Partner, Freunde auf Pause stellen.

Das ist nicht praktikabel.
Und es löst garantiert kein gutes Gefühl aus.

Im Gegenteil:

„Das schaffe ich sowieso nicht.“

Und genau in diesem Moment entscheiden sich viele um –
weg von uns, hin zu jenen, die versprechen, dass du dafür dein Leben nicht auf den Kopf stellen musst.

Deshalb gilt:

Auch modernes Hundetraining darf Gefühle ansprechen.
Darf es einfach machen.
Darf alltagstauglich sein.
Klar und ehrlich.

Wir brauchen dafür keine Reizwäsche neben Autos.
Nur echte Emotion.

Zum Wohl der Hunde.
Nicht gegen sie.

Und genau hier beginnt der nächste entscheidende Punkt.

Weiter also mit dem, 
was alles leichter macht:

Grund Nr. 3 für mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer: Die Einfachheit

Sie machen es einfach.
Gefährlich einfach.

„Tu dies – und der Hund macht das.“
Fertig.

„Du musst nur die Führung übernehmen.“
Klingt simpel.
Zumindest auf den ersten Blick.

Die Bilder sind einfach und klar.
Die Philosophie auch:
Du bist der Boss, der Hund ordnet sich unter – und schon ist alles gut.

Die Trainingsempfehlungen?

Ebenso simpel:
Rucken, wenn der Hund zieht.
„Stupsen“, wenn er bellt.
Und ab sofort: Couchverbot.

Alles schreit nach Einfachheit.

Sogar die „Expertenbegründung“ ist oft schnell geliefert:
20 Jahre eigene Hunde.
Als ob das irgendetwas aussagen würde.

Ich koche auch seit über 20 Jahren –
und bin trotzdem kein Sternekoch.

Einfachheit verkauft sich gut.

Weil sie das Gefühl vermittelt:
„Das kann ich schaffen.“

Und genau deshalb sorgt Einfachheit für mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer.

Und wir?
Wir liefern die langen Erklärungen.
Die Zusammenhänge.
Die „Warum’s“ und „Wieso’s“.

Genau da wird es komplex.

Und komplex klingt mühsam.
Schwierig.
Nach Arbeit.
Also nach dem Gegenteil von einfach.

Das ist der Punkt, wo gutes Hundetraining Sichtbarkeit verliert.

Der Denkfehler liegt nicht in der Einfachheit selbst:

Einfachheit ist nicht falsch.
Ganz im Gegenteil.
Sie ist ein Zeichen von Meisterschaft.

Oder wie Blaise Pascal schrieb:
„Ich schreibe dir diesen langen Brief, weil ich keine Zeit hatte, einen kurzen zu schreiben.“

Die Kernaussage?

In der Kürze liegt die Würze.

Denn wer schon einmal versucht hat, schwierige Inhalte in kurze, klare, verständliche Worte zu packen, weiß genau, dass das die wahre Kunst ist.
Die Meisterschaft.

Diese Meisterschaft wird heute oft übersehen.

Anders gesagt:
Wer Komplexes einfach erklären kann, hat es wirklich verstanden.

Einfach verkauft sich nicht, weil es falsch ist – sondern weil es entlastet.

Und genau da liegt im modernen Hundetraining noch gewaltiges Potenzial.

Nicht, um Inhalte zu kürzen 
– sondern um sie verständlich zu machen.

Und damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Denn jetzt kommt etwas, das noch stärker zieht als Einfachheit.

Unscharfe Lichtpunkte hinter einer Glasscheibe mit Wassertropfen

Grund Nr. 4 für mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer: Der Beweis

Erzählen kann jeder.
Aber Beweise wirken sofort.

Beweise schaffen Vertrauen.
Sie machen greifbar, was vorher nur eine Behauptung war.

Deshalb funktionieren Vorher-Nachher-Bilder so gut.
Im Hundetraining genauso wie bei Abnehmportalen, 
wo Menschen plötzlich „vorher dick, nachher schlank“ aussehen.

Im Fernsehen.
In Social Media.
Auf Webseiten.

Menschen lieben sichtbare Veränderung.
Sie wollen sehen, dass etwas möglich ist.

Natürlich wissen wir, 
dass solche Bilder trügen können.
Manchmal ist es nur der richtige Winkel.
Der perfekte Moment.

Und manchmal wäre mir sogar ein Fake lieber:
Denn viel zu oft ist der Hund im 3-Tages-Camp zwar „ruhig“ – aber nicht entspannt.
Und schon gar nicht, weil es ihm gut geht.

Er wirkt oberflächlich still, „brav“,
weil er innerlich in die erlernte Hilflosigkeit kippt.

Du erkennst das.
Der Durchschnittshalter nicht.
 

Der sieht nur:
„Ah. Das funktioniert.“

Und schon ist es zu einem „Beweis“ für die Glaubwürdigkeit geworden.

Das Gleiche passiert bei Rezensionen.
Da schwärmen Menschen von „Wundern“
und „sofortigen Erfolgen“ 
und davon „wie toll der Hund jetzt wäre“.

Ob das stimmt oder nicht, ist im ersten Moment zweitrangig.
Das Gefühl von „es ist real“ entsteht trotzdem.

Die entscheidende Frage lautet also nicht:
„Soll ich jetzt irgendetwas faken?“
Natürlich nicht.

Sondern:
Wie kannst du echte Beweise zeigen?

Beweise, die ehrlich sind.
Beweise, die klein sein können, aber real.
Beweise, die Mut machen, weil sie nachvollziehbar sind.

Denn sichtbare Wirkung ist einer der stärksten Faktoren für mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer.

Es geht nicht um Show.
Sondern um nachvollziehbare Veränderung.

Dort, wo Wirkung sichtbar wird, 
entsteht Vertrauen.
Und Glaubwürdigkeit.

Und genau hier beginnt der Teil,
der dafür sorgt, dass du nicht nur glaubwürdig wirst – sondern auch im Kopf bleibst:

Deine eigene Handschrift.

Grund Nr. 5 für mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer: Die Wiedererkennbarkeit

Tempo, Tixo, Labello, Pampers, Flex
(ja, ich habe auch erst kürzlich gelernt, dass das eigentlich „Winkelschleifer“ heißt 🙈) –
und natürlich der Walkman.

Diese Marken haben etwas geschafft,
wovon die meisten Unternehmen nur träumen.

Sie wurden so bekannt, dass ihr Name zum Begriff wurde.

Man sagt nicht Klebeband – man sagt Tixo.
Nicht Taschentuch – Tempo.
Nicht Winkelschleifer – Flex.

Und ein Walkman bleibt ein Walkman,
auch wenn heute kaum jemand mehr weiß,
wo man eigentlich noch Kassetten herbekommt.

Ein Name übernimmt die ganze Kategorie.

Das ist Wiedererkennung
in ihrer radikalsten Form.

Und jetzt wird’s spannend.

Trotz fragwürdiger Methoden,
trotz Trainings, die manchmal das Tierschutzgesetz überschreiten – 
teilweise wortwörtlich, ein paar Kilometer weiter über die Landesgrenze, 
man kennt sie.

Man erkennt sie am Tonfall.
An ihrer Art aufzutreten.
An ihren Sätzen, die immer wieder fallen.
An ihrem Stil.
Häufig auch an passenden T-Shirts, gebrandeten Autos, Hochglanz-Werbematerial.

Man merkt sie sich.
Und genau das ist die Grundlage 
für mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer.

Nicht markenradikal wie Tempo oder Flex –
aber klar genug, dass Menschen sie sehen und nicht vergessen.

Und genau das macht sie sichtbar – auch ohne ständig erklären zu müssen, was sie tun.
Präsent.
Tag für Tag.

Und es bringt ihnen Kunden.
Und damit auch ihre Hunde.

Das hier ist kein Marketing-Spiel.

Es geht um reale Auswirkungen: 
Um Wahrnehmung. 
Vertrauen. 
Entscheidung.

Und wir?

Wir bemühen uns, seriös zu wirken.
Professionell.
Unangreifbar.

Bloß niemanden verärgern.
Bloß nichts Falsches sagen.
Bloß nicht anecken.

Aber genau hier beginnt das Problem.

Du musst nicht anecken – aber du musst sichtbar sein.

Woran sollen dich Menschen sofort erkennen –
und wie oft zeigst du genau das?

Denn Wiedererkennbarkeit entsteht nicht zufällig.

Am Ende läuft es auf zwei Dinge hinaus:

1. deine Uniqueness
das, was typisch für dich ist:
dein Stil, dein Ton, dein Blickwinkel, deine Art zu erklären.

2. die Wiederholung genau davon.
Klar.
Konsequent.
Immer wieder.

Fragwürdige Trainer machen genau das:
Sie wiederholen ihr Markenzeichen so lange, bis jeder weiß, wofür sie stehen –
auch wenn wir ihren Zugang nicht teilen.

Und falls du dich fragst,
ob das jetzt „Logo und Farbpalette“ bedeutet:

Ein Logo ist hübsch.
Branding macht Spaß.

Aber Wiedererkennung entsteht nicht in Canva –
sondern in deiner Stimme, deinem Auftreten, deinen Texten
und deinen klar kommunizierten Ansichten.

Man kann es drehen, wie man möchte:
Wenn hinter einem Logo keine Uniqueness steckt, bringt es genau gar nichts.

Dann ist es nur Deko.
Aber kein Wiedererkennungswert.

Damit niemand sagt:
„Ich such eine Trainerin in der Gegend.“
Sondern:
„Ich such die, die …“

Viele bunte Regenschirme dicht nebeneinander von seitlich unten fotografiert

Grund Nr. 6 für mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer: Die Positionierung

Wenn du überall sein willst,
bist du nirgends wirklich da.

Genau das passiert,
wenn Hundetrainerinnen versuchen, alles für alle anzubieten.

Steve Jobs hat das einmal sehr nüchtern formuliert:
„Focusing is about saying no.“

Genau darum geht es.
Klare Grenzen.

Wofür stehst du?
Und – genauso wichtig –
wofür stehst du nicht?

Du kannst dieselben Menschen ansprechen, wie zig andere Trainerinnen.
Aber deine Positionierung entscheidet, warum jemand bei dir landet und nicht bei ihnen.

Und genau hier holen fragwürdige Trainer ihre Punkte.
Sie sind vielleicht fachlich nicht besser.
Aber sie sind klarer.
Unüberhörbar.
Unmissverständlich.

Wir dagegen bleiben oft vage.
Formulieren weich.
Lassen alles offen – aus Angst, jemanden auszuschließen.

Wir bieten tausend Möglichkeiten an,
damit sich ja niemand falsch fühlt.
Und genau dadurch wird nichts davon greifbar.

Wenn du alles anbietest, nimmst du am Markt keinen Platz ein.

Ohne Platz gibt es keine Wiedererkennbarkeit.
Dann ist es keine Positionierung – sondern ein Bauchladen.

Positionierung heißt, ein bestimmtes Problem auf eine bestimmte Weise zu lösen.

Sie sortiert nicht nach gut oder schlecht.
Sondern danach, wer passt –
und wer nicht.

Denn wer weiß, wofür du stehst, weiß sofort, ob er bei dir richtig ist.

Das spart Zeit.
Missverständnisse.
Falsche Erwartungen.

Und es macht dich sichtbar – für genau die Menschen, die zu dir passen.

Positionierung ist keine Marketingfrage.
Sie ist eine Haltungsfrage.

Diese Mechanismen wirken nicht zufällig.
Sie treffen auf ein Hundebusiness, das sich gerade stark verändert – mehr Konkurrenz, anderes Kaufverhalten, neue Erwartungen.

Diesen Zusammenhang habe ich im Artikel Trends im Hundebusiness weitergeführt.

Aber Haltung allein reicht nicht,
wenn sie nicht getragen wird.
Nicht gezeigt.
Nicht gelebt.

Denn Haltung ohne Ausdruck bleibt unsichtbar.

Positionierung braucht etwas,
das sie lebendig hält.

Und davor bewahrt, zur Eintagsfliege zu werden.

Mensch geht mit Hund ohne Leine eine ruhige Straße entlang – Alltag einer Hundetrainerin

Grund Nr. 7 für mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer: Die Präsenz

39 Kilometer Höhe.
Die Welt hält den Atem an.
Der Stratos-Sprung von Felix Baumgartner.

Und da steht es –
unscheinbar, aber unübersehbar:
Red Bull.

Das war kein Zufall.

Didi Mateschitz hat etwas Entscheidendes gemacht:
Er hat Red Bull dort platziert,
wo Menschen ohnehin hinschauen.
Und das konsequent.

Red Bull schreit nicht:
„Kauf den Energy-Drink mit dem Bullen drauf.“

Sie inszenieren Momente, die für sich sprechen.

Und genau das ist der Punkt:

Am Ende ist Red Bull einer von vielen Energy-Drinks – aber trotzdem der sichtbarste.

Nicht, weil der Geschmack objektiv besser wäre
oder der Taurinkick einzigartig.

Sondern weil man ihm immer wieder begegnet – ohne aktiv danach zu suchen.

Du musst dir keine Flügel verleihen lassen.
Du brauchst keine weltweite Präsenz.
Du musst kein Red Bull sein.

Das, was wir uns dabei ehrlich anschauen müssen, 
macht den Unterschied:

Die anderen setzen auf Präsenz.
Ihre Botschaften sind so einfach, so dass Hundehalter sie sofort verstehen.
 

Man muss sich „durchsetzen“.
Sonst tanzt der Hund auf der Nase herum.
Sonst wird er gefährlich.

Das ist die letzte Chance, sonst wird er getötet.
Der Zweck heilige die Mittel.

Diese Aussagen sind klar.
Emotional.
Polarisierend.

Und sie werden immer wieder platziert.
In Medien.
In Büchern.
In Kommentaren.

Nicht zufällig, sondern bewusst.

Wir hingegen hoffen oft, dass Qualität allein reicht.

Dass Fachlichkeit sich durchsetzt.
Dass Empfehlungen schon kommen werden.

Und genau hier verlieren wir Sichtbarkeit.

Präsenz als Hundetrainerin bedeutet nicht, überall sein zu wollen.

Sondern wiedererkennbar zu sein, wo es zählt.

Sie bedeutet,

  • am richtigen Ort,
  • zur richtigen Zeit,
  • für die richtigen Menschen
  • wiederholt sichtbar zu sein.

Örtlich.
Zeitlich.
Verlässlich.

Präsenz fühlt sich für Hundehalter so an:

„Von der habe ich schon gehört.“
„Die sehe ich immer wieder.“
„Die scheint genau für Leute wie mich zu arbeiten.“

Vielleicht haben sie deinen Namen in der Gemeindezeitung gelesen,
beim Tierarzt gesehen oder online wahrgenommen.

Sie wissen nicht mehr genau, woher – aber er ist da.

Und wenn dann ein Problem mit dem Hund auftaucht,
ist dein Name plötzlich im Kopf.
Nicht, weil du gerade laut bist.
Sondern weil du schon länger präsent bist.

Präsenz entsteht nicht über Nacht.

Und Präsenz wird stärker, wenn sie getragen wird –
nicht von einer Person allein, sondern von vielen.

Mehrere Menschen gehen gemeinsam einen Weg entlang in natürlicher Umgebung

Nr. 8 für mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer: Die Gemeinschaft

Im Sport ist das kein Geheimnis:
Heimspiel.
Vertraute Umgebung.
Bekannte Abläufe.
Und vor allem: Menschen, die hinter dir stehen.

Eine Mannschaft kann mittelmäßig spielen –
aber wenn das Umfeld trägt, gewinnt sie deutlich häufiger – wegen des Publikums

Und genau dieser Mechanismus wirkt auch im Hundetraining.

Die Psychologie nennt das Social Facilitation – den Publikumseffekt.

Ein Blick in Social Media genügt.

Was du sofort findest,
sind keine Einzelstimmen.
Du findest Gemeinschaften.

Für etwas.
Oder gegen etwas.

Besonders laut wird es dort,
wo es um Methodik geht.

Die Fraktion, die gern von „Wattebauschwerfern“ spricht, tritt geschlossen auf.

Sie kommentiert.
Sie liked.
Sie teilt.
Sie stärkt „ihre“ Trainer.

Ein digitales Heimspiel.
Mit voller Fankurve.

Und genau das verschafft Präsenz – selbst ohne Lautstärke.

Und was passiert dann?

Ganz simpel:
Manche Trainer bekommen enormen Zulauf.

Nicht unbedingt wegen ihrer Arbeit.
Sondern wegen der Menschen, die hinter ihnen stehen.

Rückenwind.
Vertrauter Boden.
Heimspiel.

Und im modernen Hundetraining?

Da verlieren wir uns oft im Detail.

Clicker – ja oder nein, Flexileine – erlaubt oder problematisch,
Anfassen ankündigen oder nicht, Ball werfen – ja, nein, vielleicht.

Manchmal wirkt es,
als würden wir darüber streiten, ob die Leine links oder rechts gehalten gehört.

Feinheiten.
Nuancen.
Wortdefinitionen.

Millimeterarbeit, während andere sich längst gegenseitig stark machen.

Und dadurch gemeinsam sichtbar werden.

Gemeinschaft ist nicht nur Wohlfühlen.
Sie ist ein Verstärker für Sichtbarkeit.

Gemeinschaft macht sichtbar, was allein leise bleibt.

Und was passiert,
wenn dieser Verstärker glaubwürdig wird?

Nahaufnahme eines professionellen Mikrofons bei einer Veranstaltung

Grund Nr. 9 für mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer: Der Status

„Wir helfen dort,
wo andere nicht mehr weiterwissen.“

Was macht so ein Satz?

Er klingt nach letzter Hoffnung.
Nach: Die müssen richtig gut sein.

Und genau deshalb wird er benutzt.

Denn Status entsteht im Hundetraining
viel seltener durch Qualität,
als uns lieb ist.

Sondern durch das, was davon sichtbar wird.

Schau dir an, wie es jene Gruppe handhabt,
die „Wattebauschwerfer“ gern als pauschale Verunglimpfung bedürfnis- und belohnungsorientierten Trainings benutzt.

Ein Logo hier.
Ein „bekannt aus …“ dort.

Ob der Beitrag gut war,
ob der Inhalt gestimmt hat,
spielt für die Wirkung kaum eine Rolle.

Auch nicht, wie sie zu diesen Formaten gekommen sind.

Komplett egal.

Das Gleiche gilt für Kundenstimmen.

Sie liefern Social Proof.
Sie signalisieren Kompetenz – und damit Status.
Sie verstärken einen einzigen Gedanken:

Hier muss jemand gut sein – wenn andere das schon bestätigen.

Und genau diesen Mechanismus lassen viele moderne Trainerinnen liegen.

Wir listen Fortbildungen auf.
Zertifikate.
Zusatzausbildungen.

In der Hoffnung,
dass jemand das alles liest.

Tut aber kaum jemand.

Transparenz?
Ja, unbedingt.

Sie erklärt.
Aber sie wirkt nicht.

Transparenz erklärt – aber sie erzeugt keinen Status

Sie zeigt, was du kannst –
aber nicht, wie sichtbar dieses Können ist.

Und wie viele Trainerinnen kenne ich,
die Radiointerviews hatten,
Zeitungsartikel,
lokale Podiumsgespräche,
Podcast-Gastauftritte –
oder sogar veröffentlichte Bücher …

… und nichts davon findet sich auf ihrer Webseite.

Kein Hinweis.
Kein Logo.
Keine Bühne.

Warum?

Oft aus Unsicherheit.
Manchmal aus der Angst, „angeberisch“ zu wirken.

Aber Fakt ist:

Status entsteht nicht im Stillen.

Status entsteht, wenn man ihn zeigt – ehrlich, klar, ohne Übertreibung.

Hab den Mut, deine Expertise sichtbar zu machen.

Nicht künstlich.
Nicht großspurig.

Sondern ruhig.
Selbstbewusst.
Selbstverständlich.

Denn wenn du als Hundetrainerin wirklich Wirkung haben willst,
musst du dich nicht inszenieren und irgendetwas erfinden –
aber du darfst aufhören, dich selbst klein zu machen.

Sichtbarkeit entsteht nicht nur durch Können.

Sondern durch das, was Menschen von deinem Können sehen.

Und genau hier schließen sich alle vorherigen Gründe.

Neun Gründe, warum sich Hundehalter für fragwürdige Trainer entscheiden.

Nicht, weil andere besser sind.
Sondern weil sie sichtbarer wirken.

Was du daraus machst, liegt bei dir.

Und jetzt?

Mal ehrlich:

Es tut weh zu sehen, wie ausgerechnet jene Hundetrainer sichtbar sind,
deren Methoden wir längst hinter uns gelassen haben sollten.

Und trotzdem stehen sie im Rampenlicht.
Bekommen die Anfragen.
Prägen das Bild nach außen.

Während modernes Hundetraining –
fachlich fundiert, fair, am neuesten Stand der Erkenntnisse –
viel zu oft im Hintergrund bleibt.

Nicht, weil es schlechter wäre.
Sondern weil es nicht ausreichend sichtbar ist.

Und genau hier wird es unbequem.

Denn wenn wir uns nicht zeigen, uns nicht trauen, 
weil wir glauben, dass Qualität allein reichen müsste, 
dann überlassen wir das Feld anderen.

Dann prägen sie die Bilder, die Geschichten
und die Erwartungen der Hundehalter.

Einfach, weil sie mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer haben.

Sichtbarkeit ist kein Ego-Thema.
Sie ist keine Marketing-Spielerei:

Sie ist Verantwortung.

Verantwortung dafür, wer gehört wird – und wer nicht.

Verantwortung dafür, welches Bild von Hundetraining entsteht.
Verantwortung dafür, welche Methoden als „normal“ gelten.
Verantwortung dafür, was Hundehalter für richtig halten.

Du hast jetzt gesehen, warum andere sichtbar sind.
Und dass das nichts mit besserer Arbeit zu tun hat.

Diese neun Gründe sind nicht dazu da, dich klein zu machen oder andere groß.

Sie sind eine Einladung.

Sie zeigen, welches Potenzial im modernen Hundetraining
– und in dir – steckt.

Lies sie noch einmal.

Erfolgszutat statt Grund.

Nicht:
Warum funktioniert das nicht?

Sondern:
Wie kann ich genau das für mich nutzen?

Denn genau die Mechanismen, die andere sichtbar machen, stehen dir genauso zur Verfügung.

Für dein Business.
Für deine Haltung.
Für die Hunde.

Das, was andere groß macht, kann auch dich groß machen – ehrlich, professionell, bedürfnisorientiert.

Für mehr Sichtbarkeit als Hundetrainer – und für ein modernes, faires Hundetraining.

Schmaler Weg führt durch eine offene Landschaft in Richtung Horizont

 


 

Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass du Verantwortung übernehmen willst, dann ist das ein guter erster Schritt: 

Preiskampf ade – Wie Kunden gerne mehr für dein Training zahlen

 


 

freundlicher springender Hund - Logo der Vereinigung Österreichischer HundetrainerInnen (VÖHT)

Dieser Beitrag ist im Rahmen einer VÖHT-Blogparade entstanden.

 

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